Rotes Tuch für die Cecilien-Grundschule
Im Jahr des 40-jährigen Bestehens des antifaschistischen Jugendpreis 2018 ging „Das Rote Tuch“ an die Cecilien-Grundschule in Wilmersdorf für ihr langjähriges und vielfältiges öffentliches Engagement gegen Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus. Die Jury würdigte mit der Auszeichnung die vorbildlichen Projekte, mit denen die Wilmersdorfer Schule ihr Leitbild Frieden lernen mit Leben erfüllt, so etwa mit Patenschaften für Stolpersteine, interkulturellen Projekttagen sowie „Festen der Vielfalt“, in deren Rahmen die unterschiedliche Herkunft der Grundschulkinder thematisiert wird.
Beispielhaft sei auf das Projekt der Lehrerin aus dem Kollegium der Cecilien-Schule verwiesen, die unter dem Pseudonym Birgitta Behr ein Kinderbuch mit dem Titel „Susi, die Enkelin von Haus Nummer 4 und die Zeit der versteckten Judensterne“ schuf. Angeregt durch die Patenschaften der Schule für die Stolpersteine in der Umgebung, mit denen an Verfolgte Menschen im Nationalsozialismus erinnert wird, griff sie für ihr Buch das konkrete Schicksal eines jüdischen Mädchens im „Dritten Reich“ auf. Aus dem Kinderbuch im Comic-Format entstand ein Theater- und anschließend ein Filmprojekt, das im März 2018 im Kant Kino Premiere feierte.

Die Preisverleihung fand am Sonnabend, den 3. März 2018 in der Cecilien-Grundschule statt. Die Schülerinnen und Schüler gaben mit Aufführungen und Präsentationen den Besucherinnen und Besuchern der Preisverleihung einen Einblick in die vielfältigen antirassistischen und demokratiefördernden Aktivitäten der Schule. Laudatorin war Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie.
