Einladung zum Besuch der Gedenkstätte für die Opfer der „Euthanasie“-Morde in Brandenburg am 18. April 2026
Der industrialisierte rassistische Massenmord der Nationalsozialisten begann mit den Schwächsten in der Gesellschaft. Im Rahmen der sogenannten „Aktion T4“ wurden systematisch zehntausende behinderte sowie seelisch und psychisch kranke Menschen in Tötungsanstalten ermordet. Kranke und Behinderte wurden als „unwertes Leben“ oder „nutzlose Esser“ diffamiert; „erbkranke“ Menschen zur Gefahr für den „deutschen Volkskörper“ stilisiert, deren Erbanlagen „ausgemerzt werden müssen“. Unter dem verharmlosenden Begriff „Euthanasie“ (wörtlich: „Glücklicher Tod„) wurden im Rahmen der „Aktion T4“ erstmals massenhafte Morde in Gaskammern erprobt und praktiziert: Ein Wissen, das später in den NS-Vernichtungslagern im Holocaust aufgegriffen und vielfach vom gleichen Personal fortentwickelt werden sollte.
In Brandenburg a.d. Havel wurde 1939 eine der sechs Mordstätten der „Aktion T4“ eingerichtet, in der etwa 9000 Menschen den Tod fanden. Heute befindet sich dort die Gedenkstätte für die Opfer der „Euthanasie“-Morde.
Der Verein Das Rote Tuch e.V. wird die Gedenkstätte am 18.4.2026 besuchen. Alle Vereinsmitglieder sowie gerne auch weitere Interessierte sind eingeladen, an der Gedenkstättenfahrt teilzunehmen. Wir starten mit dem Bus um 10.30 Uhr wieder an der Masurenallee gegenüber dem Haus des Rundfunks. Die Rückkehr zur Masurenallee ist bis spätestens 18 Uhr geplant.
Mit der Bitte um Anmeldung bei unserem Schatzmeister Uwe Januszewski unter uwe.januszewski@gmx.com
